Depot

Depot Eschenstrasse
Seid dem 08. März 2007 ist die Feuerwehr Wald an der Eschenstrasse 1 zu Hause. Gebäude und Vorplatz sind parallel zur Verbindungsstrasse zwischen Wald und Laupen ausgerichtet, über die Eschenstrasse gelangen die Feuerwehrleute zum Parkplatz hinter dem Haus. So ist der Einrückweg strickte vom über den Vorplatz führenden Ausrückweg getrennt.
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Die einfache Gebäudeform passt sich gut in die Umgebung ein, das L-förmige Dach bietet dank dem grosszügigen Dachvorsprung auf der Vorderseite einen optimalen Fassadenschutz, und wurde auf der Rückseite bis zum Boden verlängert was die Kompaktheit des Gebäudes unterstreicht. Das Dach besteht aus Sandwichelementen, die Fassade aus transluzenten Polycarbonat - Stegplatten. Dies bringt am Tag sehr viel Licht ins Gebäude und "leuchtet" im Betrieb in der Nacht nach aussen und wirkt so als eine Art optischer Alarm.
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Dies sind wohl auch die Gründe für den am 07. September 2007 vom Architekturforum Zürcher Oberland an das Architektenteam moos.giuliani.herrmann.architekten verliehenen Baupreis 2007 für die vorbildliche Bauleistung des Feuerwehrdepots Wald.
Die 33 x 11 Meter grosse Fahrzeughalle bietet genug Platz, dass wir unsere 8 Fahrzeuge, 7 Anhänger und diverses zusätzliches Material (wie z. B. Sandsäcke, Oelbindemittel etc.) gut unterbringen können. Zudem steht der Unterstützungsanhänger der Zivilschutzorganisation WalFisch in unserem Depot und kann auch von uns benutzt werden. Die Fahrzeuge können nun endlich nebeneinander eingestellt werden und zwischen den Fahrzeugen hat es genügend Platz zum ein- aussteigen, für das Beladen der Fahrzeuge und für die Fahrzeugwartung.
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Hinter den Fahrzeugen ist unser Lager an Sandsäcken, Oelbinder, Tauchpumpen etc. Total liegen mindestens 250 abgefüllte Sandsäcke bereit. Nachschub an Oelbinder können wir über den Stützpunkt beziehen.
An der Weisswandtafel über der Ladestation der Handfunkgeräte sind, wie auf der Zentrale, Einsatzrelevante Informationen wie zum Beispiel Strassensperrungen, Fahrpläne des öffentlichen Verkehrs etc. angeschlagen.
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Im rund 5 x 11 Meter grossen Waschraum können nach Einsatzende persönliche Ausrüstung und Fahrzeuge gereinigt werden. So wird der Schmutz nicht im ganzen Depot verteilt. Auf den aufklappbaren Tischen kann zudem das Einsatzmaterial (Atemschutzgeräte, Tauchpumpen, etc.) vorgereinigt und gebrauchte Schläuche zum Waschen deponiert werden.
Hinter dem Waschplatz ist für den Materialwart eine Werkstatt eingerichtet. So kann defektes Material direkt zur Reparatur abgegeben werden. Also auch hier wurde schon bei der Planung auf kurze Wege geachtet.
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Im hinteren Teil des Gebäudes sind Infrastrukturräume untergebracht und ist zweigeschossig. Im Erdgeschoss ist, gleich in der Nähe des Waschplatzes und des Atemschutztransporters, der Atemschutzraum (rund 6 x 12 Meter) untergebracht. Dort werden die Atemschutzmasken und Geräte gereinigt und desinfiziert und die Pressluftflaschen werden an der Abfüllanlage wieder mit Druckluft gefüllt (11 x 300bar und 1 x 200 bar). Zudem sind Industriewaschmaschine und Industrietrockner welche sowohl für die Reinigung von der Persönlichen Ausrüstung und anderen Einsatzmittel als auch für die Reinigung der Arbeitskleidung der Aussendienste verwendet werden im Atemschutzraum untergebracht.
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Neben dem Atemschutzraum liegt die Garderobe (rund 6 x 12 Meter), welche vom Eingang, von der Halle und dem Atemschutzraum her zugänglich ist. Auch hier sind Weisswandtafeln mit Infos angebracht. Dazu sind hier noch zwei Luftentfeuchter und ein Handschuh- / Stiefeltrockner und ein Kleidungstrockner untergebracht. So kann nach Einsätzen oder Übungen die nasse Einsatzbekleidung gut abtrocknen.
Gleich neben der Garderobe befinden sich Dusche / WC, der Lagerraum für Reinigungsmaterial und der Aufgang zum Depoteingang.

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Im 1. Stock, über Dusche / WC befinden sich die Zentrale und das Materialwartbüro (total rund 6 x 11 Meter). Zentralenseitig befinden sich 2 Arbeitsplätze. Nebst Funkgeräten, Telefonen und Faxgerät ist auch noch der Habimat (Spezialtelefon für die Pageralarmierung) auf der Zentrale. Dazu kommen diverse Einsatzakten, Kartenhalter, Weisswandtafel und Sichttafelsystem (Rondell) mit allen für die Zentrale wichtigen Informationen wie zum Beispiel Alarmdispositiv, Telefonlisten und Notfallarztplan. Vom Arbeitsplatz der Zentrale sieht man schön in die Halle, den Eingang und auf die Laupenstrasse. Hinter den Zentralenarbeitsplätzen sind 4 Tische mit Stühlen aufgestellt, welche für Rapporte oder als Koordinationsarbeitsplatz bei Unwettereinsätzen benutzt werden kann.
Der Arbeitsplatz des Materialwartes ist mit einem PC, Weisswandtafeln, Sichttafelsystem und Lagerraum für die vielen anfallenden Akten ausgerüstet und verfügt über einen ADSL-Anschluss.
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Neben der Zentrale befindet sich das Lager für Einsatzbekleidung, diverses Kleinmaterial und Archiv. Daneben ist der Technikraum mit Heizung, Hochdruckkompressor für die Atemschutzabfüllanlage und der Druckluftkompressor.
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Vom Eingang gesehen zuhinterst, direkt über dem Atemschutzraum und Werkstatt, ist der ca. 12 x 6 Meter grosse Theorieraum angesiedelt. Er bietet, je nach Bestuhlung, Platz für bis zu 80 Personen. Er ist mit Weisswandtafel, PC, DVD-Player, Beamer und Folienprojektor ausgerüstet.
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Rückblick Bau Depot Eschenstrasse (08. Juli 2005 - 08. März 2006)

Die engen Platzverhältnisse im Depot am Schlipfplatz und die dezentrale Unterbringung der Garderoben, Fahrzeuge, Geräte und Hilfsmittel erschwerten die effiziente Arbeit unserer Feuerwehr seit Jahren. Die Gebäudeversicherung des Kantons Zürich (GVZ) bemängelte diese Zustände schon länger. Nur dank der hervorragenden Organisation und guter Zusammenarbeit konnte die Feuerwehr Wald ihre grosse Verantwortung trotzdem wahrnehmen.
Als sich dann die Gestaltungsideen der neuen Bahnhofstrasse konkretisierten, war es an der Zeit, die Planung eines neuen Depots ausserhalb des Dorfkernes anzupacken. Das Einrücken der Feuerwehrleute über die Begegnungszone und das Ausrücken über den immer stärker belasteten Dorfplatz konnte nicht länger verantwortet werden.

Am 16. Mai 2004 wurde über ein Rahmenkredit für einen Neubau (ohne konkretes Projekt) auf dem Blumenland abgestimmt. Weil der Standort nicht ganz unbestritten war und diese Art der Vorlage für die Gemeinde Wald neu war, fiel die Abstimmung relativ knapp aus. Im Herbst 2004 wurde als Resultat eines Wettbewerbs das Projekt der moos.giuliani.herrmann.architekten aus Uster ausgewählt.

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Am 08. Juli 2005 erfolgte dann der Spatenstich zum Neubau. An einem sonnigen Tag konnten die Baukommission zusammen mit dem Stab der Feuerwehr Wald und den Anwohnern zum Baubeginn anstossen. Schon Tags darauf wurde eifrig am Depot gearbeitet.
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Im September / Oktober 2005 wurden die Böden und Wände betoniert.
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Ende Oktober wurden die Stahlträger montiert. Die Form des Gebäudes ist nun klar zu erkennen. Was aber wo hin kommt und wie gross die Räume werden wurde dem Betrachter erst klarer, nachdem die Kalksteinwände hochgezogen wurden.
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Das auf der Rückseite bis zum Boden reichende Dach wurde innerhalb von wenigen Tagen montiert.

Im November wurde der Vorplatz geteert.

Kurz vor dem ersten grossen Schnee wurden die Tore und die Seitenwände installiert.

Strom, Wasser und Heizung waren ab Dezember 2005 in Betrieb. Zudem wurde der Boden in den Infrastrukturräumen fertig gestellt.

Allmählich kamen die ersten Geräte und Einrichtungen im neuen Depot an und wurden angeschlossen. Die Waschmaschine und die Atemschutzabfüllanlage funktionierten ab Februar 2006 und konnten beim Grossbrand im Dorfzentrum vom 02. März auf Herz und Nieren getestet werden. Um Tageslicht in die oberen Räume zu bringen wurden aus der Rückwand Löcher geschnitten und "Bullaugen-Fenster" eingesetzt.

Die letzten Arbeiten vor dem Umzug der Feuerwehr: Ausfahrt betonieren, diverse Beschriftungen anbringen, Fahrzeugplätze markieren, Garderoben aufstellen, Schnee räumen und Material welches nicht im Ersteinsatz benötigt wird sowie ein paar Anhänger bereits ins neue Depot zügeln.

Erst nach dem Bezug des Depots durch die Feuerwehr, nachdem der Winter endgültig verschwunden war, wurde noch der Parkplatz auf der Rückseite des Gebäudes erstellt und die Umgebungsarbeiten ausgeführt.

 

 

Die "alten" Depots am Schlipfplatz (in Betrieb der Feuerwehr bis zum 08. März 2006)